Wir sind sehr stolz, auch in diesem Jahr wieder unseren Ehrenpreis verleihen zu dürfen. Seit 1989 verleihen wir ihn an ausgewählte Persönlichkeiten, die mit ihrem Engagement zum Erhalt der Gerolzhöfer Geschichte und Kultur beitragen.
In diesem Jahr erhielten ihn vier Personen und das gleich für zwei Jahre. Für 2024 und 2025 wurden Renate Förster, Karin und Alexander Förster sowie Thomas Buchholz geehrt.
Die bekannte Gerolzhöferin Karin Förster wurde für für die Fürsorge und Pflege der Gertraudiskapelle in Gerolzhofen. Sie halte die Kapelle nicht nur instand, sondern hauche dem Ort ein „ganz besonderes Leben“ ein, so unsere 1. Vorsitzende Beate Glotzmann. Die Gertraudiskapelle pflegt Renate Förster bereits seit 2011, nachdem Franz Solf, der langjährige Betreuer der Kapelle, verstarb. Seitdem habe sie den Ort, „der heute für viele ein Ort der Ruhe, Freude und Begegnung ist“, liebevoll hergerichtet. Für dieses 15-jährige Engagement werde sie nun geehrt, so der Laudator und zweite Bürgermeister Erich Servatius.
Den Ehrenpreis aus dem vergangenen Jahr teilt sich Renate Förster gemeinsam mit Sohn Alexander und Schwiegertochter Karin Förster. Das Ehepaar habe ein „wichtiges Stück Gerolzhöfer Baugeschichte erhalten und neu erstrahlen lassen“ – das historische, so genannte Stadtschreiberhaus – zollte Beate Glotzmann Respekt vor dieser großen Leistung.
In seiner Laudatio würdigte Architekt und Stadtplaner Thomas Buchholz insbesondere den Mut von Karin und Alexander Förster, sich der Sanierung des historischen Bauwerks anzunehmen. In das Projekt hätten die beiden nicht nur große finanzielle Mittel, sondern auch zahlreiche Stunden Eigenarbeit gesteckt. Die „ständige Begeisterung und Leidenschaft“ des Ehepaars bezeichnet der Architekt als außergewöhnlich.
Dem besonderen Mann, Thomas Buchholz aus Prichsenstadt, wurde im Anschluss selbst den Ehrenpreis für das Jahr 2025 verliehen. Ein Mann, der, laut der 1. Vorsitzenden, „wie kaum ein anderer das historische Stadtbild Gerolzhofens mitgestaltet und geprägt hat“. Laudator und Kreisheimatpfleger des Landkreises Schweinfurt, Stefan Menz, wies zunächst auf die vielen Gebäude hin, an deren Sanierung Buchholz beteiligt war. Darunter der Stiftshof, das Teutschhaus oder das Betty-Stumpf-Haus.
Besonders schätzt Menz die „ruhige und sachliche Art“ des Architekten sowie seinen „Blick für das Wesentliche“. Mit dem Satz „Ehre, wem Ehre gebührt“, gratulierte er Buchholz zu seinem Ehrenpreis.
Unser Dank gilt nicht nur den wunderbaren Ausgezeichneten, sondern auch unserem 1. Bürgermeister Thorsten Wozniak, dessen Grußwort betonte, wie wichtig das historische Erbe einer Stadt sei. Doch hinter erlebbarer Geschichte, stünden stets Menschen, die sich verdient darum machen. Ebenfalls etwas ganz besonderes waren die schönen, runden musikalischen Einlagen von Benedikt Behringer und Marco Götz an der Gitarre, die in Ohr und Seele strömten – übrigens zwei Musikern der Gruppe SaitKick.









